Sexismus und Antisemitismus
Frankfurt

Neuer Asta-Vorstand der Goethe-Uni will Kehrtwende

Von Stefan Behr
09:24

Das Studierendenparlament der Goethe-Uni hat einen neuen Asta-Vorstand gewählt – zugleich kündigte die Koalition aus Demokratische Linke Liste (DL), Linke Liste (LiLi), Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH), Die Flexiblen, Juso Hochschulgruppe und Niederrad Jetzt eine „Kehrtwende in der Hochschulpolitik“ an. 

 „Die offene Infragestellung des jüdischen Staates Israel am historisch äußerst belasteten IG-Farben-Campus und der Uni Frankfurt – Alma Mater und Arbeitgeberin des Auschwitz-Arztes Josef Mengele – verdeutlicht, dass gerade in der aktuellen politischen Gemengelage insbesondere der Bildungsauftrag gegen Antisemitismus ... elementar für aktuelle Diskurse ist“, sagt etwa Johannes Fechner, Asta-Vorstand für die Linke Liste.

Auch seine Stellvertreterin Lexi Knodt (ebenfalls Linke Liste) will die „Organisation von Veranstaltungen gegen Antisemitismus“ unterstützen - und plant eine „Wiedereinführung der jahrelang vom Institut für Vergleichende Irrelevanz veranstalteten Gegen-Uni sowie eine verstärkte Unterstützung autonomer Gruppen und selbstverwalteter Räume an der Universität“.

Kyra Beninga und Stellvertreter Axel Nieslony (beide Juso-Hochschulgruppe) bekümmern die „sexualisierten Übergriffe am Campus“. Doch die Fälle, die die Öffentlichkeit erregt hatten, seien „bloß exemplarisch für entsprechende Vorfälle im universitären Betrieb und zeigen, wie relevant es ist, Sexismus am Campus wie auch dessen institutionalisierte Form zu bekämpfen“. Beide üben Kritik an den Antidiskriminierungsstrukturen der Universität und fordern „die Schaffung unabhängiger Beratungs- und Dokumentationsstellen“.

Lesen Sie weitere Berichte aus Frankfurt am Main   Zur Startseite
Schlagworte