© Frank Rumpenhorst (dpa), FR
?E.Go Mover? heißt dieser Elektrobus, der auf der Automechanika zu sehen ist.
Messe in Frankfurt
Frankfurt

Automechanika auf Rekordkurs

Von Christoph Manus
11:38

So viele Aussteller wie nie präsentieren sich bis Samstag bei der Automechanika auf dem Frankfurter Messegelände. Zum 25. Jahr des Bestehens der Fachmesse für Autoteile und Werkstattlösungen, die einst als Ersatz für die 1971 ausgefallene Internationale Automobil-Ausstellung diente, zeigen mehr als 5000 Unternehmen aus 76 Ländern Neuigkeiten. 110 000 Fachbesucher werden erwartet.

Die Automechanika, die im Wechsel mit der IAA alle zwei Jahre stattfindet, habe sich in den vergangenen Jahren vom Plan B zur erfolgreichsten internationalen Businesss-to-Business-Messemarke der Welt entwickelt, sagt Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, die die Veranstaltung für Industrie, Werkstatt und Handel inzwischen an 17 Standorten in 16 Ländern ausrichtet.

Deutlich mehr Platz

Die Schwerpunktthemen der Automechanika heißen diesmal Digitalisierung und saubere Fahrzeuge. Dabei werden etwa Innovationen im Bereich Abgasmessung und -prüfung vorgestellt, eine neue Injektionstechnik und Produkte zur Elektromobilität.

Die Automechanika kann eine deutlich größere Messefläche bespielen als vor zwei Jahren. Weil die Halle 12 nach zwei Jahren Bauzeit trotz etwas Verspätung rechtzeitig fertiggestellt wurde, stehen der Fachmesse nun 315 000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Die etwa fünf Fußballfelder große Halle, die 250 Millionen Euro gekostet hat, bildet nach Worten der Messe den Schlussstein in der Bebauung freier Fläche im Westgelände der Messe. „Sie ist in einem modernen Ambiente eine Erweiterung der Begegnungsplattform für Angebot und Nachfrage – eine Heimat für unsere nationalen und internationalen Gäste“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführer. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der Aufsichtratsvorsitzende, sieht im Bau der neuen Halle ein klares Bekenntnis der Messe zum Heimatstandort Frankfurt. Offiziell eröffnet werden soll sie mit einer Feier am 25. Oktober.

Bis zum Jahr 2023 soll nun die Messehalle 5 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Halle 6 wird modernisiert.

Für das laufende Jahr peilt die Messe, die zu 60 Prozent der Stadt Frankfurt und zu 40 Prozent dem Land Hessen gehört, einen Umsatz von 700 Millionen Euro an. Noch 2010 hatte der weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalter mit eigenem Gelände lediglich 448 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Braun gab sich im Juni zuversichtlich, den Jahresüberschuss von zuletzt 41 Millionen Euro wieder steigern zu können. Auch der Ausstellerrekord könne geknackt werden, hieß es.

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