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Bei den Sicherheitsvorkehrungen geht es nicht nur um die Abwehr von Terroranschlägen. Wasserrettung, Polizei und Branddirektion sind vor Ort.
Museumsuferfest 2018 in Frankfurt
Frankfurt

Alle Infos zum Museumsuferfest

Von Sandra Busch
18:11

Bei Großveranstaltungen sind sie inzwischen schon ein gewohntes Bild: tonnenschwere Betonsperren. Sie sollen einen Terroranschlag mit einem Last- oder Lieferwagen nach dem Muster der Attacken in Barcelona, Nizza oder Berlin verhindern. So auch beim Museumsuferfest. Die Betonsperren werden an mehreren Standorten aufgestellt, um die Zufahrten zum Fest zu versperren. „Während der Öffnungszeiten wird kein unberechtigtes Fahrzeug einfahren können“, sagt Kurt Stroscher, Chefplaner der Tourismus und Congress GmbH und somit des Museumsuferfestes.

Nach dem Terroranschlag in Nizza im Sommer 2016 hatte die Stadt die Betonsperren erstmals beim Museumsuferfest aufgestellt. Auch an Silvester und bei der Bahnhofsviertelnacht kamen sie zum Einsatz. Beim Museumsuferfest sind sie an folgenden Orten bis Montag, 27. August, aufgebaut, wie die Polizei mitteilt: am Schaumainkai (zwischen Schiffer- und Dürerstraße), am südlichen Mainufer zwischen Friedensbrücke und Alte Brücke, am Untermainkai und am Mainkai sowie an der Untermainbrücke. 

Aber bei Veranstaltungen in der Größenordnung des Museumsuferfestes – immerhin werden zwei Millionen Besucher erwartet – geht es bei den Sicherheitsvorkehrungen nicht nur um die Abwehr von Terroranschlägen. Wasserrettung, Polizei und Branddirektion sind vor Ort, es gibt Erste-Hilfe-Stationen. 90 Seiten umfasst das gesamte Sicherheitskonzept. „Wir haben eine zentrale Beschallungsanlage, mit der wir alle Besucher erreichen können“, sagt Stroscher. „Darüber warnen wir auch etwa vor einem Unwetter – das ist ebenfalls ein Risiko bei einem solchen Fest.“ Auch eine Notbeleuchtung gibt es für das gesamte Festgelände. „Wenn ganz Frankfurt im Dunkeln liegt, dann ist es bei uns immer noch hell und sicher“, sagt Stroscher. 

Keine Gefahr stellt auf jeden Fall das Abschlussfeuerwerk am Sonntag um 22.45 Uhr dar. Es wird trotz Trockenheit gezündet. Beim Mainfest war es deswegen abgesagt worden. „Aber die Besonderheit der Trockenheit in diesem Jahr müssen wir beim Museumsuferfest nicht beachten“, sagt Stroscher. Die Raketen würden ausschließlich über dem Wasser abgebrannt und kämen auch über dem Main wieder herunter. „Eine Gefährdungsanalyse hat ergeben, dass das Restrisiko gegen null geht“, sagt Stroscher.

Da Brücken und Straßen gesperrt sind, rät die Polizei den Besuchern, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Außerdem warnt sie davor, Drohnen über die Menschenmenge fliegen zu lassen. Das sei verboten. Die Drohnen könnten abstürzen und Menschen verletzen. Ein Verstoß würde geahndet und könnte ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro nach sich ziehen. Beim Museumsuferfest 2015 war eine Drohne abgestürzt und auf dem Holbeinsteg aufgeschlagen.

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