OB-Wahl Frankfurt
Frankfurt

So wählte das Nordend

22:17

Nordend-Ost mit seinen 17 Wahlbezirken und Nordend-West mit seinen 25 Wahlbezirken sind ausgezählt - und das Ergebnis der OB-Stichwahl ist hier wenig überraschend.

Mit 81,2 Prozent kann Peter Feldmann (SPD) in Nordend-Ost gegen Bernadette Weyland (CDU, 18,8 Prozent) triumphieren, was wohl vor allem daran liegt, dass das stark vertretene Klientel der Grünen-Anhänger sich für den Amtsinhaber entschieden haben.

In Nordend-West ist der Vorsprung, mit dem Feldmann ins Ziel geht, weniger groß als im Nachbarstadtteil.

In der Hauptwahl zwei Wochen zuvor schnitten die grüne Kandidatin Nargess Eskandari-Grünberg und die Linke Janine Wissler mit 15,7 (13,9 West) und 14,2 Prozent (10,8 West) stärker ab als in ihrem Frankfurter Durchschnitt.  Amtsinhaber Feldmann kam  45,8 Prozent (40,7 West) etwas schwächer als im Durchschnitt ab, CDU-Kandidatin Bernadette Weyland erreicht mit 16,8 Prozent  deutlich weniger als Frankfurt-weit. In Nordend-West kann sie allerdings 26,0 Prozent holen. Volker Stein bekommt mit 3,4 Prozent in Nordend-Ost und 4,6 Prozent in Nordend-West keinen Fuß auf den Boden. 

Rückblick auf die OB-Wahl 2012

Zu den 36 Stadtteilen, in denen Peter Feldmann bei der letzten OB-Wahl in Frankfurt die Nase in der Stichwahl vorn hatte, gehört auch Nordend-Ost. Dort erreichte der SPD-Mann in der zweiten Runde 69,8 Prozent der Stimmen und damit sein zweitbestes Ergebnis im Stadtteil-Vergleich.

Peter Feldmann steigerte sich zwischen den beiden Wahlgängen um 34,9 Prozentpunkte. Bei der Hauptwahl hatte er 34,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt, während Boris Rhein (CDU) und Rosemarie Heilig (Grüne) auf den Rängen 2 und 3 recht dicht beieinander landeten (26,1 bzw. 24 Prozent). Peter Feldmann konnte bei der Stichwahl in Nordend-Ost stark von Stimmen der Grünen-Wähler profitieren - obgleich die Grünen, die im Frankfurter Römer mit der CDU koalieren, keine offizielle Wahlempfehlung für ihn abgegeben hatten. Hauptamtliche grüne Magistratsmitglieder hatten sich im Gegenteil für Boris Rhein ausgesprochen.

In Nordend-West sah die Sache anders aus: Hier ging Boris Rhein in der Hauptwahl mit 36,6 Prozent als Erster ins Zwischenziel, erst in der Stichwahl wurde er von Peter Feldmann überholt.

Die Wahlbeteiligung war in beiden Stadtteilen überdurchschnittlich hoch: In Nordend-Ost gingen 39,7 Prozent zur Stichwahl, in Nordend-West sogar 41,3 Prozent.

 

 

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