© Rolf Oeser, FR
Die Botschaft ist eindeutig, wird aber häufig ignoriert.
Obstklau in Frankfurt-Harheim
Frankfurt

Schild kann gegen Obstklau helfen

Von Claudia Isabel Rittel
11:55

Als Thomas Richter vor zwölf Jahren eine Streuobstwiese in Harheim gekauft hat, bedienten sich allerhand Leute ganz selbstverständlich an seinen 22 Bäumen. Sein Grundstück ist eins von rund 50 in der Nähe des Eschbachs. Dort wachsen Äpfel, Pflaumen, Birnen, Quitten, Kirschen und anderes Obst. „Die Wiese war damals in einem lausigen Zustand“, sagt er. „Ein verwaistes Grundstück.“ Nach und nach habe er Brombeersträucher entfernt und das Gelände auf Vordermann gebracht.

Mit Leuten, die sich die Taschen mit seinen Äpfeln, Kirschen und Mirabellen vollgemacht haben, habe er zunächst geredet. „Sie waren so daran gewöhnt, dass sich niemand um das Grundstück gekümmert hat, dass sie das Pflücken dort als eine Art Gewohnheitsrecht aufgefasst haben“, berichtet er. „Das Grundstück gehörte ja scheinbar niemandem.“

„Jetzt gehört es mir“, habe er dann zu vermitteln versucht und auch Banner mit der Aufschrift „Bitte nur schauen“ aufgestellt. Inzwischen werde weniger mitgenommen. „Das professionelle Klauen gibt es jetzt nicht mehr“, sagt Richter. Nur bei dem hochwertigen Obst, wie etwa am Nussbaum, komme es doch ab und an noch vor. Und auch bei den Kirschen.   

Lesen Sie weitere Berichte aus Harheim   Zur Startseite