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Shantel und das Bucovina Orkestar spielen zum Abschluss.
Rock gegen rechts in Frankfurt
Frankfurt

Zeichen gegen rechts

Von Claudia Isabel Rittel
08:00

„Es geht darum, eine Kultur zu schaffen, die für Vielfalt steht“, sagt Rock-gegen-Rechts-Veranstalter Philipp Jacks. Gerockt wird am Samstag, 1. September, von 12 Uhr bis 22 Uhr auf dem Opernplatz. Es treten zwölf Bands auf und eine Poetry-Slammerin. Zwischen den Auftritten der Künstler gibt es kurze Reden von Vertretern der Bündnispartner, die zu dem politischen Festival einladen, sowie Videoclips. Alle Frankfurter sind aufgerufen, mit ihrer Präsenz ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen.

Nach den Geschehnissen in Chemnitz in dieser Woche rechnet Jacks mit einer sehr guten Beteiligung. „Ich denke, dass viele Menschen die Chance nutzen werden, um zu zeigen, dass sie für eine friedliche und solidarische Welt stehen“, so Jacks. Es werde bestimmt „pickepackevoll“. Der Sender Radio X wird laut Jacks zudem eine Livesendung vom Konzert ausstrahlen.

Mehr als 80 Bündnispartner finanzieren die Veranstaltung. Organisiert haben sie der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall, der Club Voltaire, die Frankfurter Grünen und Greenpeace.

Bei der Auswahl des Programms haben sie darauf geachtet, „dass wir Bands haben, die für eine politische Aussage stehen“, so Jacks. Das gilt nicht für die drei Schülerbands, die den Auftakt machen. Sie haben sich den Auftritt über einen Wettbewerb verdient, bei dem das Können gezählt habe. Musikalisch gibt es von Punk-Rock bis Weltmusik Beiträge aus vielen Genres. Highlights sind die Auftritte von Shantels Balkan-Pop-Formation Bukovina Club Orkestar und Gastones alias Giuseppe Porrello.

Gezeigt werden außerdem Videoclips der holländischen Band Bots, die bei der ersten Auflage von Rock gegen Rechts in Frankfurt 1979 als Headline-Band gespielt haben (siehe nebenstehender Text).

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