Frankfurter Berg
Frankfurt

Kanal ausmessen

Von Julian Loevenich
18:04

Die unangenehmen Überschwemmungen beim starken Regen im August im Holunderweg hätten nicht sein müssen. Findet zumindest die Stadt. Eine Rückstausicherung hätte bei einem Großteil der Keller die Fluten verhindert. Die aber, hatten viele der Häuser nicht, sagt Sebastian Meyer von der Stadtentwässerung. Er ist in die jüngste die Sitzung des Ortsbeirats 10 gekommen.

Zwar sei der Starkregen am Frankfurter Berg im Spätsommer schon außergewöhnlich gewesen. Einmal in zehn Jahren, so Meyer, komme es gewöhnlich zu so einem sogenannten Starkregenereignis. Doch sei das Wasser größtenteils über das Kanalsystem der Stadt, das über den Lachergraben in die Nidda führt, abgelaufen.

„Außerdem ist die Kanalbemessung für den Regen so, dass das Wasser einmal in drei Jahren aus dem Kanal hervortreten kann“, erklärt Meyer.

Allerdings habe man auch bei der Stadt eine Zunahme des Starkregens registriert. Die vorhandenen Kanäle seien für eine solche Häufigkeit nicht ausgelegt. „Wir können sie aber auch nicht vergrößern“, sagt Meyer. Dies sei ökologisch und ökonomisch nicht möglich.

Die Anwohner haben wenig Verständnis für die Erklärung der Stadt. Schließlich, klagt ein Mann, sei die Überschwemmung schon im vierten Jahr hintereinander aufgetreten. Der Zustand sei nicht haltbar. Er habe zudem eine Rückstausicherung, die bei den Massen an Wasser aber auch nicht geholfen habe.

Die Stadt hat nun versprochen, im Mai nochmals Messungen am Kanal im Frankfurter Nordwesten durchzuführen. 

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