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Derzeit hat die Otto-Hahn-Schule zwei Hallen. Die ältere soll abgerissen und ersetzt werden.
Nieder-Eschbach
Frankfurt

Warten auf die Sanierung

Von Boris Schlepper
11:54

Die Arbeiten an der Otto-Hahn-Schule verzögern sich weiter. Voraussichtlich erst Mitte 2020 wird mit dem Bau der neuen Turnhalle begonnen. Gegen Ende des Jahres soll die Sanierung von älteren Gebäudeteilen der Kooperativen Gesamtschule am Urseler Weg starten.

Die Planungen für die Sanierung laufen, sagt Günter Murr, Sprecher von Baudezernent Jan Schneider (CDU). Derzeit werde an der Bau- und Finanzierungsvorlage gearbeitet. Auch mit dem Neubau der Sporthalle ginge es voran. Die Stadt sei dabei, die Vergabe an einen Architekten auszuschreiben. Murr geht davon aus, dass in sechs Monaten mit der Planung begonnen werden kann. Voraussichtlich Mitte 2020 könnten die Bauarbeiten starten. Ob diese 2022 abgeschlossen werden, sei offen.

In der Otto-Hahn-Schule wartet man schon lange auf eine Zusage, wann die Stadt mit der Sanierung beginnt. Ursprünglich sollte es bereits in diesem Jahr losgehen, sagt Direktorin Birgit Haake, „im November 2017 sollte eigentlich schon ein Teil der Schüler sowie die Verwaltung in eine Containeranlage ausgelagert werden“. Auch zehn Monate später seien ihr nur ungefähre Termine bekannt, „wir bekommen nur unregelmäßig Informationen“. Inzwischen sei sogar die Rede von Herbst 2019 oder Frühjahr 2020, sagt Haake. Dabei sei die energetische Sanierung dringend nötig. Die Klassenräume seien veraltet, unzureichend zu klimatisieren und noch mit Fenstern aus Aluminium ausgestattet.

Händeringend wartet die Schule auch auf einen geplanten Neubau. Dieser soll der Kooperativen Gesamtschule einerseits zusätzliche Klassenzimmer bescheren, die für die Erweiterung des gymnasialen Zweigs erforderlich sind, sagt Haake. „Wir platzen aus allen Nähten!“ Dort müsste nach Ansicht der Direktorin aber ebenso eine Mensa integriert werden. Derzeit gebe es lediglich eine Cafeteria, die zudem nur Platz für 60 Personen biete. Täglich würden jedoch 120 Kinder das Angebot nutzen. Auch eine Aula sollte in dem Neubau unterkommen. Der derzeitige Versammlungsraum fasse 200 Personen. Wenn die neuen Fünftklässler kommen, „müssen wir momentan drei Begrüßungsfeste feiern“.

Turnhalle ist marode

Erfreulich sei, dass mit der Planung für die Erneuerung der Turnhalle begonnen werden soll, so Haake. Diese sei marode, im Sommer heiß und im Winter kalt. Immer wieder müsse sie repariert werden. Bis zum Neubau entstünden hier laufend hohe Kosten.

Auf die neue Halle warten nicht nur die Schule und Sportvereine im Stadtteil, die dort trainieren. Denn in vier Jahren feiert Nieder-Eschbach Geburtstag. Es wird ein ganz besonderer sein. Er erinnert an die erst urkundliche Erwähnung vor 1250 Jahren im Lorscher Codex. Konkrete Pläne für eine Feier gibt es im Stadtteil noch nicht. Doch eine Gruppe von fünf Personen plane derzeit, einen Verein zu gründen, der sich etwa um einen Umzug, eine Chronik und das Festprogramm kümmern will, sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ortsbeirat 15, Michael Paul. Für das Jubiläum wäre die Sporthalle wichtig, etwa für eine zentrale Veranstaltung zur 1250-Jahr-Feier „Wir brauchen eine Halle mit einer Tribüne.“

Paul, der neben Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU), dem neuen Verein angehören wird, möchte mit einem Antrag über den Stand der Arbeit an der Otto-Hahn-Schule informiert werden. Über die Vorlage wird das Gremium in seiner Sitzung am 14. September beraten. Die Sanierung verschiebe sich immer weiter, sagt Paul. „Wir wollen jetzt schriftlich, wie es weitergeht.“

Dabei geht es Paul in erster Linie um die Otto-Hahn-Schule. Durch die ständige Erweiterung der Schülerzahlen sei eine baldige Sanierung für ein gutes Lernumfeld dringend erforderlich. „Die alte Turnhalle ist bereits seit mehr als einem Jahrzehnt marode.“ Die Tribüne sei aus Sicherheitsgründen abgebaut worden.

Der Ortsbeirat 15 trifft sich am Freitag, 14. September, um 19.30 Uhr in der Gaststätte „Darmstädter Hof“, An der Walkmühle 1, Saal 1.

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