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Die ersten Bänke im sogenannten Gela-Garten laden bereits zum Hinsetzen ein. Bild Evangelischer Verein für Wohnraumhilfe
Seckbach
Frankfurt

Hochbeete auf dem Parkplatz

Von Boris Schlepper
12:27

Ein Platz zum Gärtnern, Spielen, Grillen und Treffen hat der Evangelische Verein für Wohnraumhilfe an der Gelastraße geschaffen. Die Fläche auf einem ehemaligen Parkplatz ist gedacht für die Bewohner der Übergangsunterkunft für Menschen, die in Wohnungsnot geraten sind, und Geflüchtete. Doch auch den Seckbachern steht der Garten offen. Mit einem Fest wurde das Areal jetzt eröffnet.

Seit Anfang 2017 betreibt der Verein das Wohnheim an der Flinschstraße. 172 Menschen leben dort, darunter 25 Familien mit 59 Kindern aus 26 Nationen. Da das Gebäude kein Außengelände hat, habe es von Anfang an die Idee gegeben, einen Spielplatz und Garten zu schaffen, sagt Stephanie Horn von der Wohnraumhilfe. Zunächst musste die Finanzierung geklärt werden. Neben Hessen und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft unterstützt die Deutsche Postcode-Lotterie den „Gela-Garten“.

Seit Herbst laufen die Vorbereitungen. Zunächst sei ein Teil der versiegelten Fläche abgetragen worden, sagt Horn. Um das gesamte 1000 Quadratmeter große Areal freizulegen, habe das Geld nicht gereicht. Zunächst werde jetzt in Hochbeeten gepflanzt. Stück für Stück sollen Beete folgen. Sandkasten, Sitzgelegenheiten, Geräteschuppen und einen Brunnen hat der Verein errichtet. Im Oktober werden ein Spielturm mit Rutsche und eine Schaukel aufgebaut.

Von den Bewohnern werde das Areal gut angenommen. Auch Seckbacher beteiligten sich bereits, so Horn. „Es gibt aber noch Platz für zusätzliche Beete.“ Wer wolle, könne nach Rücksprache eigenes Gemüse pflanzen. Auch seien weitere Hände nötig, um die Anlage in Schuss zu halten. „Wir wünschen, dass der Garten zum gemeinsamen Gärtnern und Feiern, als Treffpunkt und Ort des interkulturellen Lernens rege genutzt wird“, sagt Peter Schäfer, Geschäftsführer der Wohnraumhilfe.

Das Projekt soll dazu beitragen, ein friedliches Zusammenleben zu fördern, sagt Horn. Jedes neue Wohnprojekt sei von anfänglichen Bedenken und Widerständen der Menschen im Stadtteil begleitet. In Seckbach scheinen diese überwunden: Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) lobte den Garten „als Ort der Begegnung mit Menschen aus dem Stadtteil“.

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