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Die Stadt hat am Schwanheimer Ufer neue Wege anlegen lassen.
Schwanheim
Frankfurt

Mehr Platz für Radfahrer

Von Dominik Brück
12:04

Seit Beginn der Sanierungsarbeiten vergangenen Oktober hat sich am Schwanheimer Mainufer viel getan: Wege wurden gepflastert und verbreitert, eine Terrassen-Treppe angelegt, neue Sitzgelegenheiten aufgestellt, Büsche und Bäume für einen besseren Blick auf den Fluss zurückgeschnitten und neue Pflanzen gesetzt. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – und der Stadtteil durch eine Ampelanlage über die Hauptstraße „Schwanheimer Ufer“ besser mit dem Main verbunden sein. Außerdem soll ein neuer Parkplatz am Friedhof entstehen.

„Insgesamt sind die Schwanheimer ganz zufrieden mit ihrem neuen Ufer“, sagt Ilona Klimroth (CDU), Mitglied im Ortsbeirat 6. Kritik gibt es nur an den Plänen für die Ampelanlage. Einige Schwanheimer befürchten, dass hier zu Stoßzeiten Staus entstehen könnten. „Da es sich um eine Bedarfsampel handelt, glaube ich nicht, dass es Probleme geben wird“, sagt Klimroth. „Zu Hauptverkehrszeiten werden sicher nicht hunderte Leute zum Main gehen und die Ampel nutzen.“

Günter Jaeger von der Bürgerinitiative „Schwanheim Goldstein bewegt sich“ sieht die Ampel ebenfalls nicht als Problem. „Obwohl es einige kritische Stimmen gibt, glaube ich, dass der freie Zugang zum Ufer überwiegen wird“, sagt Jaeger. Gerade der ist der Stadt bei der Planung sehr wichtig gewesen. Den Stadtteil wieder näher an den Fluss rücken, das ist erklärtes Ziel gewesen.

Klimroth sieht allerdings auf den verbreiterten Radwegen am Ufer ein neues Problem: „Einige Radfahrer nutzen die ausgebauten Wege jetzt, um ohne Rücksicht auf Fußgänger zu rasen.“ Der Ortsbeirat werde sich hiermit sicher noch befassen müssen.

Obwohl die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, gibt es laut Klimroth bereits weitere Wünsche für die Ufergestaltung. So gebe es den Wunsch nach einer besseren Beleuchtung, zum Beispiel des alten Brückenhäuschens. Außerdem sei weiterhin Bedarf für Toiletten in der Nähe des Ufers. Günter Jaeger ist mit der neuen Gestaltung hingegen wunschlos glücklich: „Als alter Schwanheimer bin ich vom neuen Mainufer sehr begeistert.“

Richtig wahrnehmen könne man das neue Ufer allerdings erst im Frühjahr, da ein Teil der neuen Bepflanzung durch die große Hitze eingegangen sei. „Das neue Ufer wird erst richtig wirken, wenn es vollständig begrünt ist“, sagt Jaeger. „Durch die Dürre muss dafür aber leider einiges neu angepflanzt werden.“

In unserer Serie FR vor Ort widmen wir uns jede Woche einem Frankfurter Stadtteil. Wir stellen Besonderheiten des Viertels vor, berichten über kreative Projekte, testen Angebote für Kinder, befragen Bürger zu aktuellen Themen und stellen eine Einkaufsstraße vor. Diesmal sind wir in Schwanheim. Ab Dienstag, 21. August, sind wir in Nied. Wenn Sie Anregungen zu Ihrem Stadtteil haben, oder ein Thema beschäftigt, das Sie schon lange ärgert und über das die FR-Lokalredaktion einmal berichten sollte, melden Sie sich gerne bei uns. Sie erreichen uns unter den folgenden Telefonnummern 21 99 -39 31, -34 66, -33 67 und -3708. Oder schreiben Sie uns einen Leserbrief per Mail. Die Adresse lautet: stadtteile@fr.de.

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