© Peter Juelich, FR
Der Platz liegt attraktiv zwischen Main und Hauptbahnhof.
Frankfurt-Bahnhofsviertel
Frankfurt

Wiesenhüttenplatz soll zum Treffpunkt werden

Von Miriam Keilbach
13:03

Seit mehr als zwei Jahren versuchen Stadt und Anrainer den Wiesenhüttenplatz zwischen Hauptbahnhof und Main aufzuwerten. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben nun sechs Geschäftsleute und das Internationale Familienzentrum einen Verein gegründet. „Wir wollen den Platz mit Veranstaltungen und mehr Licht lebendiger machen“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Selinger, Direktor des Hotels Le Meridien.

Eine der größten Herausforderungen: der Müll. Am Mittwoch waren bereits 30 Menschen auf Initiative des Familienzentrums auf dem Platz und haben fast 2000 Liter Müll gesammelt. Denn Besucher des Platzes lassen oft liegen, was sie gerade noch in den Händen hielten. „Das Klientel hier ist nicht so einfach“, sagt Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU), „es reicht nicht, wenn wir einmal die Stadtpolizei vorbeischicken.“ Er kündigte einen harten, zähen Kampf an.

Wasserhäuschen wiederbelebt

Der Verein hofft, bald auch Zuspruch in der Nachbarschaft zu finden. „Wir wollen zusammen Ideen sammeln, was und wann wir auf dem Platz machen können“, sagt Selinger. Damit sollten auch Probleme wie auf anderen Plätzen vermieden werden, wo Anwohner sich über Lärm in den Abendstunden beschweren, seit die Plätze belebter sind. „Auch wir Hoteliers haben Interesse daran, dass hier nicht bis um 3 Uhr morgens Lärm ist“, sagt Selinger.

Als erste Handlung wurde zum 1. Mai das Wasserhäuschen auf dem Platz wiederbelebt. Ein Jahr stand es leer, nun betreibt Gastronom Radu Rosetti das Kiosk mit Sitzgelegenheiten unter dem Namen „Walon & Rosetti im Park“. „Wir wollen den Platz bespielen – und natürlich Geld verdienen“, sagt Rosetti. Die WM war der erste Test, beim Public Viewing kamen Kiosk-Gäste wie Drogenabhängige zusammen. „Die Koexistenz funktioniert, man testet Grenzen aus und lernt sich kennen“, sagt er. Der Platz solle ein Treffpunkt für alle Menschen im Viertel sein. Dafür wird nun an einem neuen Lichtkonzept gearbeitet.

Jeden Mittwoch startet zudem um 18 Uhr eine Radrenntour in den Taunus, am 21. August ist ein Jugendaktivtag geplant, bei dem benachbarte Kindereinrichtungen und Anwohner zum Spielen und Kreativsein zusammen kommen. Parallel zum Museumsuferfest wird es vom 24. bis 26. August ein Open-Air-Kino geben, am 8. November wird geputzt und dann wartet zum Jahresende das Highlight: Vom 13. bis 15. Dezember wird der Winterbasar wiederbelebt, den es vor einigen Jahren bereits gab.

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