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„Ich darf sagen, was ich denke“
Schüler- und Kita-Veranstaltungen
Frankfurt

„Ich darf sagen, was ich denke“

Von Miriam Keilbach
13:02

Tasnim weiß, dass sie ihre Meinung sagen darf und dass Mobbing nicht erlaubt ist. Macan weiß, dass er nicht geschlagen werden darf, nicht von Kindern und nicht von Erwachsenen. Und Louis weiß, dass er ein Recht auf Spielen und Freizeit hat und wünscht sich deshalb einen größeren Fußballplatz.

Die Vorschulkinder des Kinderzentrums Stichelstraße haben sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema Kinderrechte auseinandergesetzt. „Eigentlich lag der Fokus auf Informations- und Meinungsfreiheit und dem Zugang zu Medien, aber das hat sich schnell ausgeweitet“, sagt Erzieherin Zekine Sahin. Jetzt, sagt sie lachend, wird sie manchmal von den Kindern ermahnt, wenn sie diese bittet, leise zu sein. „Sie sagen dann, dass sie aber ein Recht hätten, ihre Meinung zu sagen.“

Auch das Thema Essen spielt in der Praxis im Kinderzentrum eine Rolle, manche Kinder wollen nicht essen, „und wir dürfen nicht dazu gezwungen werden“, sagt Tasnim.

Die Ergebnisse ihres Projektes und die von acht anderen Kindereinrichtungen aus Rödelheim sind in dieser Woche anlässlich des Projektes „Stadt der Kinder“ um den Bahnhof und die Radilostraße sowie am Arthur-Stern-Platz zu sehen.

Dort wurden nach einer Kundgebung gestern Vormittag 25 Plakate aufgehängt. „Meine Meinung ist bunt“, steht auf einem, „Kinder haben das Recht, dass ihre Würde beachtet wird“, auf einem anderen, „Ich habe das Recht zu sagen, was ich denke“, auf einem dritten. Mit Kabelbindern befestigt Sozialpädagoge Heiko Lüßmann von der Kinder- und Jugendeinrichtung Raum die Plakate an Laternen.

Veranstaltungen in FrankfurtAlstadt

Im Archäologischen Museum, Karmelitergasse 1, fragen 6- bis 14-Jährige nach Spuren der Steinzeit. 30.5., 10 bis 16 Uhr.

Übersicht aller Veranstaltungen online unter www.frankfurt-mein-zuhause.de
 

Veranstaltungen in FrankfurtEckenheim

Was an der Schule und im Stadtteil gefällt, tragen 6- bis 12-Jährige am 29.5., 15 Uhr, Politikern vor. Nazareth-Gemeinde, Feldscheidenstraße 36.

Veranstaltungen in FrankfurtGallus

Ein Umwelt-Picknick steigt am 30.5. um 14.30 Uhr im Gallus Garten in der Schneidhainer Straße für 6- bis 14-Jährige. Thema ist Tierschutz.

Veranstaltungen in FrankfurtHöchst

Zum Spiel- und Sportfest lädt das Kinderparlament 6- bis 12-Jährige ein, am 1.6., 11 bis 14 Uhr, Kinderzentrum Gerlachstraße 35-37.

Veranstaltungen in FrankfurtOstend

Was Plastik mit Tieren macht, erklärt der Zoo, Bernhard-Grzimek-Allee 1 , am 30.5., 14 Uhr, 9- bis 12-Jährigen. Anmeldung: 21 23 69 52.

Veranstaltungen in FrankfurtPreungesheim und Seckbach

Preungesheim Wissen ist Macht heißt es am 29.5., 10 bis 16 Uhr, im Stadtraum, Homburger Landstraße 148, für 8- bis 16-Jährige.
Seckbach Welche Apps gut sind und was in der digitalen Welt zu beachten ist, lernen 3- bis 14-Jährige am 1.06., 14 bis 19 Uhr, auf dem Atzelbergplatz.

Veranstaltungen in FrankfurtRiederwald und Sindlingen

Riederwald Beim Open Air Kino im Licht- und Luftbad, Volgersbrunnenweg 5, entscheiden Kinder ab 4, was läuft. Beginn am 1.6., 17 Uhr (Einlass 16 Uhr).
Sindlingen Der Bauernhof Ponyzwerge lädt zum Erkunden des Areals Okrifteler Straße mit Parcours und der Rechte ein, am 31.5., 10 bis 14 Uhr.

Veranstaltungen in FrankfurtWestend

Das Theaterstück „Galakto-logisch“ (6-10 Jahre) wird am 29.5., 15 Uhr, in der Engelbert-Humperdinck-Schule, Wolfsgangstraße 106, gezeigt.

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Franz hält das Plakat in der Hand, das er mit drei Freunden gebastelt hat. Darauf zu sehen sind viele Kinder, die ein gemeinsames Banner halten, auf dem „Ich liebe eigene Meinung“ geschrieben steht. „Es hat viel Spaß gemacht, sich mit den Kinderrechten zu beschäftigen“, sagt der Fünftklässler der Michael-Ende-Schule. Neue Dinge hat er gelernt, erzählt der 13-Jährige, etwa, dass niemand aufgrund seines Aussehens geärgert werden dürfe. Auch, dass Mobbing in Kinderrechte eingreift, erfahren die Schüler im Laufe des Projekts.

Franz’ Lehrerin Silke Seipler hat sich in der Hinsicht engagiert. „Wir hatten einen Projekttag“, sagt sie, „und die einzelnen Klassen haben viele Plakate erstellt.“ Die Schulgemeinde habe dann vier ausgewählt, die nun in Rödelheim zu sehen sind, die anderen hingen in der Schule. „Wir müssen jedes Jahr auf die Kinderrechte hinweisen“, sagt Christine Noth vom Frankfurter Kinderbüro. „Bis das Thema in allen Köpfen angekommen ist.“

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