© Wolf-Rüdiger Hansen (BUND), FR
Die A5 verläuft im Planungsgebiet auf einem bis zu sechs Meter hohem Damm.
Neuer Stadtteil in Frankfurt
Frankfurt

Lärm oder keine frische Luft

Von Christoph Manus
14:12

Der Ortsverein Frankfurt-Nord des BUND befürchtet, dass der Bau eines neuen Stadtteils im Frankfurter Nordwesten den angrenzenden Wohnvierteln die frische Luft nimmt. Er sieht die Planer in einem Dilemma. Um künftige Bewohner des Viertels vor Lärm zu schützen, müsse an der Autobahn 5, die durch das Planungsgebiet führt, ein hoher Wall entstehen. Wo die Trasse auf einem bis zu sechs Meter hohem Damm verlaufe, werde sich dieser zwölf Meter über den Talboden erheben müssen, um die Bevölkerung gegen die gewaltige Geräuschkulisse der achtspurigen Autobahn abzuschirmen, heißt es.

Doch ein Wall in dieser Höhe stelle, wie ein Vertreter des Umweltamts im Ortsbeirat eingeräumt habe, eine maßgebliche Barriere für herabfallende Winde in Richtung Stadtmitte dar. „Insbesondere in windstillen Sommernächten, wenn die Kaltluftschichten, die nachts weiter oberhalb gebildet werden, nur circa zehn Meter erreichen, würde ein solcher Wall wie eine Talsperre wirken“, schreibt der BUND Frankfurt-Nord.

Bisher trügen die von den Taunushängen und aus der Wetterau kommenden Winde zur klimatischen Kühlung der nordwestlichen Stadtteile bei. Die dortigen Ackerflächen wirkten selbst als großes Entstehungsgebiet für Kaltluft. Wie wichtig diese insbesondere nachts sei, spürten nicht nur die Frankfurter in diesem Sommer, heißt es weiter. Da könne man sich vorstellen, was in den kommenden Jahren auf die Bewohner zukomme.

  Zur Startseite
Schlagworte