Wohnen in Frankfurt
Frankfurt

Mieterhöhungen falsch begründet

Von Christoph Manus
12:26

Eine große Frankfurter Hausverwaltung versucht nach Angaben des DMB-Mieterschutzvereins Frankfurt derzeit, Mieterhöhungen durchzusetzen, die über das erlaubte Maß hinausgehen. In einer Vielzahl von Schreiben, die dem Verein vorlägen, teile das Unternehmen fälschlicherweise mit, die zu beachtende Kappungsgrenze liege bei 20 Prozent, heißt es in einer Mitteilung des Mieterschutzvereins. Dabei gilt seit dem 18. Oktober 2014 in Frankfurt, wie in weiteren 28 hessischen Städten und Gemeinden, deren Wohnungsmarkt als angespannt gilt, nach einer Verordnung eine reduzierte Kappungsgrenze von 15 Prozent. Das heißt, dass die Miete innerhalb von drei Jahren höchstens um 15 Prozent steigen darf, erklärt der Mieterschutzverein.

Das Problem: Wenn der oder die Mieterin dem Mieterhöhungsverlangen zustimmt, zahlt er oder sie trotz der fehlerhaften Begründung dauerhaft eine zu hohe Miete.

„Mieter in die Irre geführt“

Der Geschäftsführer des Mieterschutzvereins, Rolf Janßen, fordert die Hausverwaltung daher auf, umgehend alle betroffenen Mieter zu informieren und die fehlerhaften Mieterhöhungen wieder zurückzunehmen. Schließlich habe das Unternehmen die Mieter durch die falsche Angabe der Kappungsgrenze in die Irre geführt und auf diese Weise dazu gebracht, viel zu hohen Mieterhöhungen zuzustimmen, argumentiert der Mieterschutzverein.. „Es ist kaum zu glauben, dass eine seit Jahrzehnten in Frankfurt tätige große Hausverwaltung fast vier Jahre nach Inkrafttreten der Regelung zur Kappungsgrenze reihenweise falsche Miterhöhungen verschickt“, kritisiert Geschäftsführer Janßen.

  Zur Startseite
Schlagworte