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Auch der Innenhof zwischen der Otto-Berndt-Halle und dem Institut für Druckmaschinen vor der Mensa wurde begrünt.
Darmstadt
Rhein-Main

Neue Zonen zum Flanieren und Verweilen

Von Jens Joachim
11:23

Die Technische Universität (TU) Darmstadt hat ein letztes Teilstück der unmittelbar an den Herrngarten angrenzenden Hochschulstraße und den Platz zwischen der Otto-Berndt-Halle und dem Institut für Druckmaschinen sanieren und neu gestalten lassen. Die beiden Außenbereiche sollen zum Flanieren und Verweilen einladen. Einige Studierende nutzten am Vormittag bereits die Gelegenheit, um auf den hölzernen Bänken ein wenig zu dösen oder ein Sonnenbad zu nehmen.

Der westliche Abschnitt der Hochschulstraße zwischen dem Alten TU-Hauptgebäude und dem Herrngarten wurde vom Autoverkehr weitgehend befreit und zu einem länglichen Platz umgestaltet. Um eine alte Kastanie wurden abgestufte Sitzmöbel aus Beton und Holz installiert. Als Bodenbelag wurde das bereits vor dem benachbarten Hotel verwendete Granitsteinpflaster weitergeführt – allerdings mit einer bewussten gestalterischen Unterbrechung: Vor der sogenannten Bombenlücke – dem nach der Zerstörung 1944 deutlich schlichter wiederaufgebauten Teil des alten Hauptgebäudes – wurde ein Teil der Straße mit einer nüchterner wirkenden Betondecke versehen. In diesem Bereich erinnern zudem historische Straßenbahnschienen an eine 1914 durch die Hochschulstraße verlegte Trasse, die in Richtung Martinsviertel führte, aber nie vollendet wurde.

Nach dem Fund von nicht dokumentierten Leitungen waren Umplanungen erforderlich. Dieser Umstand und die gute konjunkturelle Lage in der Baubranche sorgten zum einen für eine Verzögerungen der im Juni 2017 begonnenen Arbeiten. Zum anderen stiegen auch die Kosten von ursprünglich rund 1,8 Millionen Euro auf rund 2,6 Millionen Euro.

Für den Hof zwischen der Otto-Berndt-Halle und dem Gebäude des Instituts für Druckmaschinen ließen sich die Gestalter vom Prinzip eines Setzkastens inspirieren. Farblich abgesetzte Bänder aus weißem Beton bilden unterschiedlich große Felder, die mit verschiedenen Asphaltbelägen, Gräsern und Stauden gefüllt wurden. Vier Bäume und Hecken gliedern den Raum zusätzlich. Einen farblichen Akzent setzt die Skulptur „Rollercoaster“ des Künstlers Stefan Rohrer. Die Sanierung des Hofes begann im Dezember 2017 und kostete rund 1,4 Millionen Euro. Gestaltet wurden die Hochschulstraße und der Innenhof vom Mainzer Büro Adler und Olesch Landschaftsarchitekten und Ingenieure.

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