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Der Offenbacher Marktplatz wird nicht umgebaut - die Innenstadt soll aber aufgewertet werden.
Offenbach
Rhein-Main

Innenstadt soll umgestaltet werden

Von Fabian Scheuermann
17:19

Angesichts der Ausbreitung von Billigläden und vieler Leerstände hat sich die Stadt Offenbach zu einer Modernisierung ihrer Innenstadt entschieden. Am Mittwoch hat der Magistrat beschlossen, wer das dafür benötigte „Zukunftskonzept“ erarbeiten soll: Den Zuschlag unter den fünf Bewerbern hat das Hamburger Büro „urbanista“ bekommen, das unter anderem für Bochum einen ähnlichen Innenstadt-Fahrplan entwickelt hat. Jürgen Amberger, der Leiter des Offenbacher Amts für Wirtschaftsförderung, nennt Hanau als ein Beispiel aus der Region, wo viel Geld in die Hand genommen worden sei, um die Innenstadt attraktiver zu machen.

Die Stadt Offenbach investiert 100 000 Euro in den Planungsprozess – den gleichen Betrag steuert der IHK-nahe Verein „Offenbach offensiv“ bei, wie es ein im Juni mit der Stadt geschlossener Kooperationsvertrag festlegt. Der Verein hat dafür vor allem Spenden von lokalen Unternehmen eingesammelt. „Es gibt eine große Bereitschaft, sich von privater Seite einzubringen“, sagt der Geschäftsführer von „Offenbach offensiv“, Frank Achenbach. Er wünscht sich in der City „Leuchttürme“ und eine Atmosphäre, die Investoren anzieht.

Im Oktober beginnt „urbanista“ mit der Arbeit, im Sommer 2019 soll das „Zukunftskonzept“ stehen. Auch Bürgerwerkstätten sind geplant, Impulse von „Experten“ und „Querdenkern“ erwünscht. Die Zielsetzung sei bewusst offen gehalten, man erwartet laut OB Felix Schwenke (SPD) aber „einen konkreten Maßnahmenkatalog“ – denn es sei parteiübergreifend Konsens, einige Vorschläge dann auch umzusetzen.

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