© Michael Schick, FR
Kirsten Leuenroth und Tristan Lorenz haben den Saisonstart der Frankfurter Galerien organisiert – hier sitzen sie vor Luzia Simons‘ riesiger Fotografie „Lustgarten“.
Galerien in Frankfurt
Rhein-Main

55 Ausstellungen locken

Von Andreas Hartmann
17:10

Irgendwann ist man zu alt für Ikea. Zu alt für die Möbel, zu alt für die Poster. Man könnte ja auch mal riskieren, ein originales Kunstwerk, ein Unikat, das einem ganz alleine gehört, zu erwerben – aber wie macht man das? Eine Gelegenheit wäre der als großes Event inszenierte „Saisonstart Frankfurter Galerien“ am kommenden Wochenende. 55 Ausstellungen, verteilt über ganz Frankfurt, meist mit neuer oder brandneuer Kunst, bieten von Freitag bis Sonntag einen Einblick in die aktuelle Szene – fast alles ist auch käuflich und nicht mal unbedingt sehr teuer.

„In Frankfurt gibt es Bankentürme voller junger Leute aus der ganzen Welt. Das ist doch ein unglaubliches Potenzial“, sagt Tristan Lorenz von der gleichnamigen Galerie in der Fahrgasse. Er organisiert das kunstvolle Wochenende gemeinsam mit Kirsten Leuenroth, Nachbarin und Inhaberin der gleichnamigen Galerie in der Fahrgasse. Beide hoffen, damit auch ein neues Publikum anzusprechen, Hemmschwellen zu überwinden. Leuenroth rechnet mit bis zu 10 000 Besuchern. „Wir zählen aber nicht“, sagt sie. Der Saisonstart sei schon etwas ganz besonderes. „Es macht einfach viel Spaß, Leute für Kunst zu begeistern.“

Bereits zum 24. Mal starten die Frankfurter Galerien gemeinsam in die Saison. Zahlreiche Experten führen das Publikum. Erstmals ist Sachsenhausen mit gleich sechs Stationen vertreten. Das Interesse an Kunst scheint groß zu sein, von allein vier Frankfurter Galerie-Neugründungen in diesem Jahr können die Organisatoren berichten. 

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