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Thorsten Schäfer-Gümbel, Parteivorsitzender der SPD Hessen sitzt während einer Plenarsitzung im hessischen Landtag.
Landtagswahl in Hessen
Rhein-Main

Schäfer-Gümbel holt Schulleiter Schwarze in Schattenkabinett

Von Pitt von Bebenburg
14:04

Der Wiesbadener Schulleiter Thomas Schwarze soll Kultusminister werden, wenn die SPD die Landtagswahl gewinnt. Das hat der SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel am Freitag in Wiesbaden mitgeteilt.

Mit Schwarze habe er einen Schulpraktiker ausgewählt, der sich „mit der realen Situation in den Schulen auskennt“, betonte Schäfer-Gümbel. Der 59-jährige Pädagoge leitet seit 2005 die Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule in Wiesbaden-Biebrich, die unter seiner Führung in eine Integrierte Gesamtschule umgewandelt wurde. In Frankfurt hatte Schwarze sein Referendariat an der Peter-Petersen-Schule absolviert und seine erste Lehrerstelle an der Carlo-Mierendorff-Schule erhalten. Er amtiert seit acht Jahren als Vorsitzender des Arbeitskreises der Direktorinnen und Direktoren Hessischer Gesamtschulen.

Schwarze will Reformvorschläge unterbreiten, ohne den amtierenden Kultusminister Alexander Lorz (CDU) anzugreifen. „Wir schätzen uns“, sagte der SPD-Kandidat.

An den hessischen Schulen sei „sicher nicht alles schlecht“. Es müsse aber bessere Arbeitsbedingungen geben. So befürworte er die Inklusion von Kindern mit Behinderung, sagte Schwarze, „aber nicht zu den derzeitigen Bedingungen“. Lehrerinnen und Lehrer müssten zu viele bürokratische Aufgaben jenseits des Unterrichts erledigen. „Ich habe Ideen, wie man die kurzfristig ganz schnell entlasten kann“, kündigte Schwarze an.

Am Donnerstagabend hatte Schäfer-Gümbel ein weiteres Mitglied seines Regierungsteams vorgestellt. Marlies von der Malsburg, die Büroleiterin des SPD-Europaabgeordneten Udo Bullmann, soll für Europa zuständig werden. 

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