© Silas Stein (dpa), FR
In Darmstadt war am Montag eine tote Frau aufgefunden worden
Darmstadt
Rhein-Main

Erschoss ein Polizist den Todesschützen?

Von Jens Joachim
08:32

Nach den tödlichen Schüssen im Darmstädter Stadtteil Arheilgen sind die Umstände der Tat weiter ungeklärt. Mehr Hinweise erwarten sich die Ermittler von der Obduktion der beiden Leichen, die nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, dem Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, noch bis Dienstagabend dauern sollte. Das Ergebnis der Obduktion soll Hartmann zufolge jedoch erst am Mittwochvormittag veröffentlicht werden.

Die rechtsmedizinische Untersuchung soll vor allem klären, ob der tatverdächtige 39-Jährige sich am Montag auf dem Parkplatz einer Kleingartenanlage an der Arheilger Maulbeerallee selbst tötete oder ob er von einem Polizisten im Zuge der geplanten Festnahme erschossen wurde. 

Polizei vermutet Beziehungsdrama 

Am Montagmorgen hatte vermutlich der 39-Jährige seine zwei Jahre jüngere Lebensgefährtin auf offener Straße in einem Wohngebiet erschossen. Polizisten hatten den Leichnam der Frau am Montagmorgen auf einer Straße im Arheilger Wohngebiet Haardt-Kolonie gefunden. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

Anwohner hatten zuvor Schüsse gehört und die Polizei alarmiert. Zeugen wiesen auf einen Mann hin, der mit einem weißen Auto vom Tatort geflüchtet sei. Den Wagen entdeckten Polizisten kurze Zeit später nur wenige Hundert Meter entfernt auf dem Parkplatz des Kleingartenvereins Maulbeerallee. In der Kleingartenanlage stellten Polizisten den tatverdächtigen US-Amerikaner. Es fielen Schüsse und der Mann starb. Das Paar hinterlässt nach Angaben einer Polizeisprecherin drei Kinder im Alter von drei, neun und zwölf Jahren. Die Jungen werden nun von Angehörigen der Familie betreut.

In die Aufklärung der Tat ist auch das hessische Landeskriminalamt involviert. (mit dpa) 

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