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Ein Fahrkartenautomat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).
RMV
Rhein-Main

Mehr Bahnen für Gleitzeit-Pendler

Von Jutta Rippegather
08:00

Kommt es zu einem Diesel-Fahrverbot, will der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Hauptverkehrszeit verlängern. Das wäre kurzfristig möglich, sagt Pressesprecherin Vanessa Rehermann auf FR-Anfrage. Derzeit ist die Hauptverkehrszeit zwischen 6 und 9 Uhr sowie 16 und 19 Uhr. In diesen sechs Stunden ist das Angebot bei Bahn und Bus teilweise ausgeweitet. Profitieren könnten von dieser Änderung speziell Pendler mit Gleitzeit. Doch das geht nur unter bestimmten Bedingungen: Es muss Kapazitäten bei den Trassen und auch genug Personal geben. Beides ist bekanntlich knapp.

Mittelfristig, so Rehermann weiter, wäre auch eine „Stärkung des Busverkehrs“ möglich. Zusätzliche Busse seien schneller zu bekommen, als die neuen Schienenverbindungen, die nun mit Vehemenz vorangetrieben werden müssten: etwa der Ring um Frankfurt. Auch beim Ausbau der „verkehrsübergreifenden Mobilität“ sieht der RMV Handlungsbedarf. Als Beispiel nennt die Sprecherin den Ausbau von Park-and- ride-Plätzen oder des Leihräder-Angebots.

Rund 250 der insgesamt 400 Bahnstationen im gesamten Verbundgebiet verfügen über Park-and-ride-Anlagen mit insgesamt etwa 28.000 Stellplätzen. Einige sind voll ausgelastet und benötigen eine Erweiterung. An rund 80 Stationen könnten neue Anlagen entstehen.

Dies geht aus dem sogenannten Maßnahmenplan hervor, den der RMV gemeinsam mit der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement vor eineinhalb Jahren veröffentlicht hatte. Er ist wiederum Teil des Regionalen Nahverkehrsplan, der als Masterplan den Rahmen für die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs in der Region Frankfurt RheinMain vorgibt.

Der „Maßnahmenplan“ soll Kommunen aufzeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Er liefert ihnen auch Hilfestellungen, wie sie ihr Angebot ausbauen oder auch erst mal ein Basisangebot schaffen können. Der RMV ist für den regionalen Verkehr zuständig, inklusive S-Bahn. Die innerstädtischen Angebote in Frankfurt organisiert Traffiq.

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