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Da sitzen 2.200.001 Euro auf der Bank. Niko und Robert Kovac, jetzt bei den Bayern.
Kommentar
Sport

Transfererlös für Eintracht Frankfurt

Von Stefan Krieger
08:14

Dass die Bayern aus München in der Lage sind, für einen Transfer auch richtig tief in die Tasche zu greifen, ist allgemein bekannt. Für ihren aktuellen Trainer mussten sie das nicht tun, weil Niko Kovac, ganz schlau, sich schon bei seinem Amtsantritt eine Ausstiegsklausel in den Vertrag mit Eintracht Frankfurt hat schreiben lassen. Sollten die Bayern anrufen, was sie dann auch prompt einst an einem Donnerstag taten, könne er, Niko, für rund 2,2 Millionen Euro vom Main an die Isar wechseln.

Nun ist es so, dass Nikos Bruder, Robert Kovac, eigentlich noch bei der Eintracht unter Vertrag stehen müsste. Aber auch der ging zum Vizepokalsieger nach München, und dies ohne Ausstiegsklausel - aber, wie sich jetzt heraus stellt, als echtes Schnäppchen.  

Einen Euro (EUR 1!) haben nämlich die Bayern den Hessen für die Dienste des jüngeren Kovac-Bruders überwiesen. Mehrwertsteuer wahrscheinlich schon inbegriffen. Eintrachts Sportchef Fredi Bobic bestätigte dies jetzt der Bild-Zeitung. „Ja, das stimmt. Es hätte auch null sein können, so haben wir symbolisch einen Euro vereinbart, auch aus rechtlichen Gründen. Eine normale Geschichte, die sich aber lustig anhört“, sagte Bobic.

Verschenken darf man so einen Co aus rechtlichen Gründen also offensichtlich nicht. Für einen symbolischen Betrag als Zugabe abgeben aber schon. Alles ist bester Ordnung, für beide Seiten ein gutes Geschäft.

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hatte einst, man erinnert sich, für Peter Hermann, jetzt auch Assistent von Niko Kovac, 1,75 Millionen Euro erhalten. Weil Jupp Heynckes den Peter Hermann unbedingt zum Erreichen der Meisterschaft brauchte. Viel Geld für einen Mann im Hintergrund, der nicht mal den Pokal geholt hat. Daraus haben die Bayern wohl gelernt - und gehandelt. Mit Robert, dem Schnäppchen, soll alles besser werden. Der Eintracht aber sei die Mahnung mit auf den Weg gegeben: „Nicht sinnlos verprassen, die Kohle“.

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