FSV Frankfurt
Sport

Endlich punkten

Von Michael Helms
09:24

Acht Jahre lang verfolgten die Anhänger der Offenbacher Kickers immer ein wenig ungläubig, was sich da auf der anderen Mainseite im Frankfurter Osten abspielte.  Am Bornheimer Hang, wo sich der FSV Frankfurt eben jene acht Jahre wie ein gallisches Dorf im Bundesliga-Unterhaus behauptete, während sich der OFC in dieser Zeit mit der Tristesse der Dritt- und Viertklassigkeit wiederfand. Seit dem Frühsommer des vergangenen Jahres sind die Kräfteverhältnisse, zumindest aus OFC-Sicht, wieder gerade gerückt. Beide Klubs gehören nach dem Absturz des FSV der Regionalliga Südwest an. Wenn sie am Sonntag auf dem Bieberer Berg (15 Uhr/Sport 1) aufeinandertreffen, ist es ein Derby ohne große Sprengkraft abseits des Rasens, die Sicherheitsvorkehrungen werden sich in Grenzen halten. 

Sportlich scheinen die Rollen klar verteilt zu sein. Die Offenbacher tragen die Favoritenbürde. Der FSV hingegen, dessen Personaletat von 750.000 Euro etwa halb so groß ist wie der des OFC, hat sich wie in der abgelaufenen Spielzeit ausschließlich den Klassenerhalt als Ziel gesetzt.
Nach drei Pleiten beendete die junge Mannschaft am vergangenen Samstag ihre kleine Krise mit einem überzeugenden 2:0 gegen den FK Pirmasens, dem nun ein couragierter und vor allem erfolgreicher Auftritt in der stimmungsvollen Arena auf dem Bieberer Berg folgen soll. „Es ist immer etwas Besonderes, hier zu spielen“, sagte FSV-Trainer Alex Conrad. 

Huckle wieder dabei

„In der vergangenen Saison haben wir gegen den OFC zwei gute Spiele gemacht, sind aber leer ausgegangen. Ich hoffe, dass wir diesmal etwas Zählbares mitnehmen“, sagte Conrad, der auf Linksverteidiger Patrick Huckle, der gegen Pirmasens aus privaten Gründe gefehlt hatte, zurückgreifen kann. Auch Ahmed Azaouagh steht zur Verfügung. Der Mittelfeldspieler hat seine Gelb-Rot-Sperre verbüßt. Die Rekonvaleszenten Nestor Djengoue und Alexander Aschauer sind zwar in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, für den Auftritt in Offenbach sind sie aber kein Thema.

  Zur Startseite