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Dressurreiterin Isabell Werth gehört in Omaha zum engeren Favoritenkreis.
In Omaha/Nebraska
Sport

Routiniers und Debütanten reiten um Weltcup-Sieg

Von Von Michael Rossmann, dpa
07:14

Drei Routiniers, ein Youngster, ein Amateur und ein Unbekannter - das sind die sechs deutschen Starter beim Weltcup-Finale der Spring- und Dressurreiter in Omaha. In der Nacht vom Donnerstag zum Freitag geht es in der größten Stadt des US-Bundesstaates Nebraska los.

EIN ÜBERBLICK:

Ludger Beerbaum: Souverän sicherte sich der Routinier das Omaha-Ticket, nachdem er im Vorjahr die Final-Qualifikation verpasst hatte. „Schade, dass er Casello nicht reiten kann“, sagt Bundestrainer Otto Becker. Auf der Stute Chiara bestreitet der erste deutsche Weltcup-Sieger (1993) in Omaha bereits sein 21. Final-Turnier.

Marcus Ehning: Der 42 Jahre alte Springreiter aus Borken kann einen Rekord aufstellen. Der dreimalige Weltcup-Sieger wäre bei einem erneuten Triumph der Erste mit vier Siegen. Die Konkurrenz bei den Springreitern ist allerdings groß. In Omaha sattelt Ehning den 14 Jahre alte Wallach Pret a tout.

Guido Klatte: Der 21 Jahre alte Reiter aus Lastrup überraschte im Herbst mit den ersten Qualifikations-Punkten bei einem US-Trip. Der Bundestrainer schickte ihn anschließend auch auf europäische Weltcup-Turniere - und der U21-Europameister von 2016 schaffte souverän die Qualifikation für das Finale, bei dem er Qinghai reitet.

Markus Brinkmann: Mit dem 36-Jährigen aus Herford hat keiner gerechnet - denn Brinkmann ist Amateur. „Das war ursprünglich nicht geplant“, sagt der Bundestrainer. Brinkmann ist eigentlich Geschäftsführer im familieneigenen Bekleidungsunternehmen und trainiert vor oder nach der Arbeit.

Christian Heineking: Seinen internationalen Durchbruch schaffte der 37-Jährige erst nach dem Umzug in die USA. Der hierzulande weitestgehend unbekannte Reiter aus Neustrelitz lebt seit mehreren Jahren in Texas und kennt sich als einziger Deutscher in Omaha aus: Heineking gewann bereits viermal den Großen Preis am Final-Ort.

Isabell Werth: Nach den Absagen von Jessica von Bredow-Werndl und Fabienne Lütkemeier ist die 47-Jährige die einzige deutsche Starterin in der Dressur - und ist mit Weihegold die große Favoritin. „Sie ist das Pferd, das es zu schlagen gilt“, sagt die zweimalige Weltcup-Siegerin über ihre Stute, mit der sie die Weltrangliste anführt.

(Von Michael Rossmann, dpa)
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